Nebenprojekt Nasenbär – Aufarbeiten Aggregateträger und Hinterachse – Teil 1

Letzen Samstag musste ich nun erst einmal etwas in der Halle aufräumen und sauber machen, damit ich auch  Platz zum Arbeiten habe. Die ein oder andere Spinne musste daher ihr angestammtes Domizil räumen. Sorry Jungs… 😉

Da ich dieses Mal meinen kleinen zur Verstärkung dabei hatte, der aber nicht so der begeisterte Schrauber ist, sondern lieber die NDR-2 Bundesligashow im Auto verfolgen wollte, blieb es am Samstag nur beim Aufräumen. Zumindest schafften wir es so viel Platz zu schaffen, dass der Anhänger problemlos in die Halle passte.

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Am Montag Abend ging es nach Feierabend direkt zur Halle und ab ans Werk. Das Ziel war, beide Teile soweit wie möglich zu zerlegen und nen Plan zu entwickeln, wie sich die Teile am Besten aufhübschen lassen. Letztlich ist es ein guter Test, weil das Fahrwerk von Andy muss ja irgendwann auch noch aufgearbeitete werden.

Trotz des Alters der Teile und des teilweise heftigen Korrosionsstadium der Schraubenköpfe – speziell an den Achszapfen der Hinterachse – ließen sich alle Schrauben ohne größere Mühen lösen. Das habe ich auch schon ganz anders erlebt. Lediglich eine Verbindung zwischen Bremsleitung und Bremsschlauch ließ sich nicht mehr öffnen. Hier werde ich wohl noch mal die Säge ansetzen müssen.

Nach 1 1/2 Stunden hatte ich den Aggretateträger vollständig, sowie die rechte Seite der Hinterachse zerlegt.

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Der Haufen mit abgebauten Teilen, die später noch mal geprüft und dann ggf. eingelagert werden müssen, wuchs und wuchs.

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Bei genauer Betrachtung entpuppte sich die Hinterachse dann doch als nicht wirklich besser, als die aktuell verbaute. Aber egal, so kann ich diese aufhübschen und sie dann im Anschluss einfach gegen die alte tauschen, ohne dass das Auto wochenlang ausfällt.

rostiger Stabi Hinterachse Passat 35i

Beim Zerlegen ging mir zudem die Idee, den Familien-Bär an der Hinterachse auf die nun vorliegende Scheibenbremse up zu graden, nicht mehr aus dem Kopf. Allerdings gab es Scheibenbremsen an der Hinterachse beim 35i nur in Verbindung mit ABS. Und der RB meines Dads hat kein ABS…. Ein derartiges Upgrade würde somit noch ein paar weitere einschneide Maßnahmen bedürfen. Ist also eher etwas für die Zukunft…

Als nächstes gilt es noch, die restlichen Teile abzubauen (noch weiß ich nicht so genau, wie ich den vorderen Stabi aus den Lagerungen bekomme) und dann die Teile erst einmal grob zu reinigen.  Zudem muss ich mich nun wohl auch endgültig festlegen, wie genau die Teile aufgearbeitet werden sollen. Eine erste Anfrage diesbezüglich habe ich am Donnerstag an eine Firma rausgeschickt, aber leider bis jetzt noch keine Rückmeldung erhalten. Mehr dazu, wenn der endgültige Plan steht.

 

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Wer eine Reise tut, kann etwas erzählen…

Letzten Freitag war es dann soweit. Nach der Arbeit machte ich mich auf ins beschauliche Friesland um die erworbenen Achsen für den Nasenbär abzuholen. Statt der von Google veranschlagten 2 1/2 Stunden brauchte ich, dank insgesamt 18 km Stau, fast 3 1/2 Stunden allein für den Hinweg. Am vereinbarten Treffpunkt, einer unscheinbaren alten Scheune mitten im Nirgendwo, müsste ich dann noch 3/4 Stunde warten, da sich auch mein Verkäufer verspätete. Wie sich nachher herausstellte, hatte er den gleichen Anfahrtsweg wie ich und stand somit in den gleichen Staus. Tja, so klein ist die Welt… Zusammen müssten wir dann noch etwas warten, bis auch sein Kumpel mit dem Schlüssel für das Tor eintraf.

Wir nutzen die Zeit zum Plaudern über unsere Autovorlieben, den Nasenbär im allgemeinen und die ungemeinen Vorteile, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der irgendwo ne alte Scheune und ein Herz für so „bekloppte“ Jungs wie uns hat.

Als dann der Kollege mit dem Schlüssel kam und sich das Tor öffnete, war ich erst einmal geplättet. Zum einen vom unerwarteten Akzent des Kumpels (wurde unweigerlich an eine Serie der 80er/90er erinnert -> https://de.wikipedia.org/wiki/Zwei_M%C3%BCnchner_in_Hamburg ), zum anderen von dem Bild, welches sich mir hinter dem Tor bot. In der Scheune stand Auto an Auto. Mindestens 10 Stk.. Überwiegend Audi 80, aber auch ein schwarzer VW-Variant, den ich so vorher noch nicht gesehen hatte. Im Gespräch entpuppte sich dieser als ein Fox. Cooler Wagen. Am meisten stach mir aber ein silberner Vor-Facelift Omega B ins Auge, der hier, zwischen den ganzen Autos aus dem VAG-Konzern, wie ein Pinguin unter Palmen wirkte. Spontan wurde er mir dann auch noch zum Kauf angeboten und wenn ich nicht dieses verdammte Platz-Problem hätte, wäre ich zumindest verdammt schwer ins Grübeln gekommen…

Aber schnell wieder aufs wesentliche konzentriert, die Teile, nach einem kurzen Begutachten zwischen den Autos durch nach draußen geschleppt, auf dem Hänger verzurrt, das abgemachte Geld überreicht, noch ein paar Worte getauscht und dann wieder auf den Heimweg gemacht. Um kurz nach 22 Uhr, nach weiteren 2 3/4 Stunden – diesmal nur gebremst von einem Tankstopp – war ich dann endlich auf dem Sofa.

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An dieser Stelle möchte ich mich noch mal bei den beiden Jungs bedanken. Erst einmal für den reibungslosen Ablauf des Kaufs (das ist ja heute leider nicht mehr selbstverständlich) zum anderen aber auch dafür, dass ich einen Einblick in eure tolle Schrauberhöhle und auf eure Schätze bekommen durfte. Es ist immer wieder schön, Leute zu treffen, die die gleiche Leidenschaft teilen und unzählige Zeit und auch Geld in Autos stecken, die von den meisten nur noch als Wegwerfprodukt betrachtet werden. Schön zu wissen, dass ich nicht der einzige positiv „bekloppte“ bin. Macht weiter so und vielleicht sieht man sich ja noch mal wieder, wenn ihr eines Tages wirklich den Omega loswerden wollt oder ich doch noch den Hauptbremszylinder samt ABS-Block nehmen, um den Familien-Nasenbär auf Scheibenbremse hinten umzubauen…..

Jetzt geht mir aber schon wieder die Phantasie durch. Konzentrier mich erst einmal auf das Wichtigste und das ist, den Nasenbär über den TÜV zu bringen. Und dann wartet ja auch noch Andy auf mich….

Der verdammte Kabelwurm oder Lichtspiele am Anhänger…

Nach dem ich heute Morgen den Abholtermin für die Nasenbär-Achsen vereinbart habe, musste ich mich nun mal um unseren Anhänger kümmern. Dieser ist bereits wiederholt negativ wegen seiner Beleuchtungsanlage aufgefallen. Da er auch von einigen Nachbarn mitbenutzt wird, hängt er immer wieder an unterschiedlichen Autos. Probleme mit dem Licht, speziell mit der Blinkanlage, hatte er aber bereits bei den verschiedensten.

Daher wollte ich nun dem Ganzen mal auf den Grund gehen. Bewaffnet mit meinem Multimeter machte ich mich als raus auf die Straße. Angeschlossen an unseren Meriva funktionierten  zumindest schon mal die Schlussleuchten. Die Blinkanlage hat hingegen wieder mal ihr Eigenleben. Beim Blinken nach Links blinken schwach auch die Rückleuchten mit. Offenbar ein Massefehler. Beim Blinken nach Rechts bleiben sogar alle Leuchten dunkel. Stattdessen meldete der Meriva durch eine erhöhte Blinkfrequenz einen offensichtlichen Fehler. Tja, aber wo genau steckt nun der Back???

Nachdem ich zunächst am Anhänger vergeblich versucht hatte, den Fehler auszumessen, hab ich als nächstes am Stecker des Meriva´s gemessen. Beim Linken habe ich hier nicht nur Spannung auf den Pins 1 und 4, sondern auch noch auf diversen anderen! Offenbar steckt der Fehler nicht (nur) im Anhänger, sondern auch noch in unserem Auto. Na super. Alles andere wäre ja auch zu einfach gewesen.

Da ich keine Ahnung habe, wo ich hier nun als erstes suchen soll und meine nette Frau zudem anfing zu nerven, dass das Essen fertig wäre, packte ich völlig gefrustet wieder zusammen und ging unverrichteter Dinge wieder rein.

Vor zwei Jahren hatte ich schon mal Probleme mit dem Relais für die Blinkerüberwachung. Daher habe ich jetzt erst einmal wieder ein neues im Internet bestellt. Weiter geht es dann, wenn dieses (hoffentlich wie angegeben) in zwei Tagen hier eintrifft…

Nebenprojekt 2 und x – Teilesuche für den Nasenbär und streikender Anlasser am Familien-Meriva…

Seit dem letzten Beitrag sind nun schon wieder fast zwei Wochen vergangen, aber untätig war ich in der Zeit nicht. Vielmehr war ich so beschäftig, dass ich nicht zum Schreiben gekommen bin. Die meiste Zeit habe ich allerdings wieder mit Gartenarbeit verbracht. Aber so langsam ist hier ein Ende abzusehen, so dass ich mich bald wieder mehr mit den Autos und dann hoffentlich auch endlich wieder mit Andy beschäftigen kann.

Nun also ein kurzer Rückblick auf die letzten Wochen.

Als dringendes Projekt stand ja an, das Startproblem des Meriva´s zu beheben. Nach dem ich die Teilenummer des Anlassers im EPC ermittelt hatte, startet ich einen ersten Preisvergleich bei EBAY. Die Preise reichten von 20 € für einen gebrauchten, 45 € für einen neuen eines No-Name Anbieters, ca. 50 € für einen generalüberholten bis hin zu 150 – 200 € für einen VALEO.

Bei der Recherche stellte ich aber zudem fest, dass dieser Anlasser in diversen Fahrzeugen verbaut wurde. Unter anderem auch im Corsa B. Na, das passt doch, Davon habe ich ja noch mehr als genug Schlachtfahrzeuge stehen.

So führ ich dann letzten Sonntag kurz zu meiner kleinen Halle. Dort lagert neben zwei weiteren Projekten auch noch der Motor aus dem verunfallten Corsa meiner Schwester. Nach dem ich die diversen Spinnennetze entfernt hatte und mich an den Autos vorbei gequetscht hatte, war der Ausbau des Anlassers ne Sache von wenigen Minuten. So macht Schrauben Spaß. 🙂

Restaurationsprojekte Ascona C 2-türer weiß - Corsa B 3-türer

X14SZ Motor - Anlasser

Zwar keine Schönheit mehr, aber bis zum plötzlichen Unfalltod des Corsa´s vor ca. sieben Jahren hat dieser zumindest problemlos seinen Dienst verrichtet.

Anlasser VALEO Z16XE X14SZ

Montag Abend ging es dann an den Austausch. Da ich keine Lust hatte wieder die Autos durch die Gegend zu schieben, erfolgte der Austausch dann mal eben auf dem Parkstreifen.

Meriva A - Anlasser tauschen z16xe

Zum Glück ist der Z16XE hinten rum nicht annähernd so verbaut, wie mein alter Diesel. So musst ich ledig die Stütze der Ansaugbrücke demontieren + den Stecker der Lambdasonde abziehen und konnte danach problemlos alle Schrauben lösen und den Anlasser tauschen.

Anlasser Z16XE tauschen am Straßenrand

Anlasser Z16XE tauschen gegen gebrauchten X14SZLinks alt + kaputt  –  rechts noch älter, aber hoffentlich noch gut für ein paar Kilometer

Anlasser tauschen Z16XE - Stütze Ansaugbrücke - Stecker Lambdasonde

Nach nicht mal 30 min stand er wieder auf seinen Rädern und sprang an, als wäre nichts gewesen. Eine Baustelle erst einmal wieder abgearbeitet. Wenn die Motorrevision demnächst in Angriff genommen wird, werde ich noch mal überlegen, ob ich ihn doch noch mal gegen einen generalüberholten tausche. Aber erst einmal muss es so gehen.

Des weiteren bin ich ja immer noch auf der Teilesuche für den Nasenbär. Schwerpunkt Hinterachse und Aggregateträger. Auf meine erste Anfrage erhielt ich lediglich die Rückfrage, wie schnell ich denn die Teile bräuchte. Offenbar war da jemand noch nicht so weit mit seiner Schlachtung. Also schrieb ich am Dienstag den nächsten Anbieter an. Neben einer allgemeinen Anzeige zu seiner Schlachtung, hat er auch separate Anzeigen zu Vorder- und Hinterachse. Das was man auf den Fotos sehen konnte, schienen die Teile auch noch ganz gut auszusehen. Mit 80 € für die Hinterachse und 70 € für die Vorderachse, sind die Teile allerdings nicht gerade günstig. Ein weiterer Hacken ist, dass die Teile auch noch über 200 km weit weg liegen. Da die Teile aber offenbar nicht mehr auf den Bäumen wachsen, nützt es ja nichts. Also Anfrage nach Detailbilder gestartet, da man leider den eingeschweißten Stabi auf den Bildern der Hinterachse nicht erkennen kann. Und den hat es ja bei meinem Pa am meisten erwischt. Bereits kurze Zeit später erhielt ich die Antwort, dass ich am Wochenende Detailfotos bekommen könnte. Na, das lob ich mir doch. Gibt doch noch nette Verkäufer auf dieser Welt.

Gestern erhielt ich dann, wie abgesprochen, die detaillierten Bilder. Zwar ist auch hier der Lack schon ordentlich abgeplatzt, dennoch sieht der Stabis noch deutlich besser als der aktuelle aus (zumindest gemäß meiner Erinnerung). Daher habe ich nun zugesagt, die Teile zu nehmen. Nun gilt es nur noch einen Abholtermin auszumachen und dann werde ich mich mal aus dem Norden auf in den Nordwesten aufmachen, um den Teilen die Chance auf ein zweites Leben zu schenken. Vorher muss ich nur noch die Lichtanlage am Anhänger auf Vordermann bringen, die immer wieder mit neuen Ausfällen auf sich aufmerksam macht….

Es wird also nicht langweilig. Irgendwas ist ja immer.

Projekt X – Nasenbär, ein Passat auf dem Weg zum H-Kennzeichen – Die Teilesuche

So, endlich komme ich mal wieder zum Schreiben. Alle die Projekte, die mich seit dem letzten Eintrag hier von Andy abgehalten haben, werde ich hoffentlich in naher Zukunft auch noch mal nachreichen.

Nachdem ich letztes Wochenende wieder recht unproduktiv war, habe ich mir für diese Woche fest vorgenommen, nach Teilen für das Projekt „Nasenbär“ zu suchen. Gesagt, getan. Zusätzlich unter Druck setzt mich bei diesem Vorhaben, dass ich von Donnerstag bis Samstag von der Firma aus unterwegs bin. Somit verkürzt sich die vorhandene Recherchezeit erheblich.

Primere Aufgabe ist es nun eine passable Hinterachse, sowie einen nicht durchgerosteten Aggregateträger aufzutreiben. Da der Schrottplatz hier keine 35i´s mehr auf Halde stehen hat, liegt meine Hoffnung nun auf den diversen Onlineplattformen, wo die Privatschlachter ihre Überreste anbieten. Aber auch das gestaltet sich recht schwierig. Entweder werden Mondpreise aufgerufen, die Teile sehen genauso gammelig, wie die aktuell verbauten aus oder es gibt nicht einmal Bilder der angebotenen Fahrzeuge. Zudem gibt es diverse Teile für Synchro´s, G60´s oder VR6, aber wenig für nen einfach RP. Egal, ich habe nun die erste Anfrage rausgeschickt. Mal gucken, ob sich der Anbieter zurück meldet. Ich werde euch auf dem Laufenden halten…

Und damit es nicht langweilig wird, hat sich unser Familien-Meriva jetzt mal wieder entschieden, seinen Dienst zu quittieren. Gestern Mittag hatte er sich schon einmal überlegt, beim Supermarkt um die Ecke nicht mehr anspringen zu wollen. Meine Frau musste sich also samt Kinder und Einkäufen von ner Freundin nach Hause chauffieren lassen. Als ich dann abends probierte mit meinem Schlüssel zu starten, sprang er aber problemlos wieder an. Gleiches Phänomen hatten wir schon vor genau einem Jahr mal. Damals ließ er sich nur noch durch Anschieben wieder starten. Seitdem trat das Problem aber nie wieder auf. Auch gestern und heute Morgen sprang er wieder problemlos an. Also meine Frau aber heute Nachmittag unseren Kleinen zu einer Verabredung bringen wollte, ging wieder nichts mehr. Tja, und nun bekomme ich ihn auch mit meinem Schlüssel nicht mehr gestartet. Schön, dass es inzwischen zwanzig nach elf ist und ich nur noch morgen Abend zuhause bin….

Es wird aber auch nicht langweilig. Ach ja, die Vorderachse von meinem Alltags-Corsa klappert auch immer noch….

Lenkungsknacken Teil 2 – Corsa C – #Nebenprojekt 1

Nachdem der erste Frust verdaut war, ging es in der nächsten Woche mit neuem Elan weiter.

Nützt ja auch alles nichts. Solange kein Geld für was schickes Neues da ist, muss es ja irgendwie weiter gehen und die Mängel beseitigt werden.

Als nächstes machte ich mich daran, die Ursache für das Knacken in der Lenkung zu suchen.

Abends das Auto an der Straße aufgebockt und in den Fußraum gekrochen. Das Knacken war Innen deutlich zu hören. Außen hört man hingegen nichts. Oder das Knacken wurde einfach vom Nageln des Motos übertönt.

Nach langem Hin und Her rang ich mich dazu durch, als nächstes die Lenkwelle zu tauschen. Beide Schrauben, die sich ja auch gerne mal lösen, waren fest und konnten somit als Ursache ausgeschlossen werden.

Also in den sauren Apfel gebissen und in der Firma eine neue Lenkwelle beim Freundlichen bestellt. Das Teil hatten sie sogar auf Lager und ich hatte es noch am selben Tag auf dem Schreibtisch (und war 140 € ärmer…). Nach Feierabend habe ich mich dann erneut in den Fußraum geworfen. Mein Rücken freute sich…  Da es aber mal wieder in Strömen regnete, bin ich  extra zum Einbau noch zu meiner kleinen Halle gefahren. Zwar ist auch dort aktuell kein Platz, aber ich konnte zumindest dicht vors Tor fahren und war damit wenigstens etwas vor dem Wetter geschützt. Der Austausch ging dann auch einiger Maßen reibungslos. Da ich das Teil bereits letztes Jahr bei unserem Meriva getauscht hatte, war ich quasi schon in Übung.

Aufgrund des Wetters gibt es diesmal davon leider keine Fotos.

Nachdem ich dann endlich alles wieder an seinem Platz hatte und durchnässt nach Hause fuhr, der nächste Tiefschlag! Das Knacken war immer noch da. Und zu allem Überfluss war jetzt zudem noch ein weiteres Knacken / Schleifen zu hören… Zum Ko….

Jetzt blieb eigentlich nur noch das Lenkgetriebe oder die Lenksäule als mögliche Ursache übrig.

Zuhause machte ich mich dann also daran, eBay-Kleinanzeigen zu durchforstet. Und tatsächlich fand ich jemanden, der zu einem annehmbaren Kurs ein gebrauchtes Lenkgetriebe anbot. Zudem hatte er auch noch einen kompletten Schlosssatz für den Corsa an im Angebot. Perfekt! Mein Kofferraumschloss hatte sich bereits vor Monaten verabschiedet. Nachdem der Schließzylinder eigentlich schon immer etwas hakelig war, ließ sich der Schlüssel nun gar nicht mehr drehen.

Also in Verhandlung getreten und für weiter 72 € inklusive Versand war ich stolzer Besitzer dieser beider Angebote. Jetzt nur noch auf den Postboten warten und die Daumen drücken, dass dieses Lenkgetriebe auch fehlerfrei ist und der Austausch das Knacken endlich beseitigt.

Radkasten schweißen – Corsa C #Nebenprojekt 1

Anfang Januar wollte ich es dann beim TÜV probieren. Dafür musste aber zunächst noch das Loch im Radkasten geschlossen werden. Nach einer Firmenfeier ging es freitags nachts 200 km zu meinem Schweißgerät in der Garage meiner Eltern. Nach einer Reparatur im letzten Jahr habe ich es dort stehen lassen, weil das feuchte Klima in unserem Schuppen der Funktion nicht wirklich zuträglich war.

Um kurz nach 23 Uhr lag ich umgezogen in der Garage und macht mich ans Werk. Relativ schnell war eine Pappschablone zurechtgeschnitten und auch ein entsprechendes Stück aus einer Blechplatte geflext. (Ich hatte das ganze Auto voller Werkzeug gepackt, aber auch nach langer Suche meine Blechschere nicht finden können).

Das Einschweißen gestaltete sich da schon etwas schwieriger. Zunächst blieb erneut der Drahtvorschub still. Dies war auch der Grund für die vorangegangene Reparatur. Zum Glück lag es nur an einem Kontaktproblem zwischen Schweißgerät und Schlauchpaket. Also fix den Draht eingefädelt und los geht’s. Oder doch nicht… Bevor der Draht aus der Düse kam, klemmte er und brach am Vorschub ab. Na toll. Als wäre es nicht schon spät genug.

Also auf Spurensuche gehen. Relativ schnell hatte ich raus, dass es an der Düse lag. Diese war bei der Reparatur getauscht worden. Das Loch war aber offenbar einen Hauch zu klein für den Drahtdurchmesser. Mit einem kurzen Drahtstück habe ich dann versucht die Düse etwas zu weiten und irgendwann konnte ich dann den Draht endlich hindurchführen.

Also ran ans Blech. Das klappte anfänglich auch recht gut. Ich war aber etwas geizig beim Zuschnitt meines Blechflickens gewesen. An der oberen Kante war das alte Blech schon so dünn, dass ich es ruck zuck durchgebraten hatte. Also einen weiteren Flicken zurecht geflext (was wohl die Nachbarn gedacht haben, als ich da so gegen 1.00 Uhr die Flex kreisen lies…) und erneut versucht, die Löcher zu stopfen. Und schwupp, das nächste Loch. So habe ich insgesamt vier Flicken zusammengeschweißt und die weiteren Löcher, speziell Richtung Radlaufkante, mit Schweißpunkten geschlossen.

Irgendwann hatte ich dann tatsächlich alle Löcher gestopft. Das Ergebnis war zwar nicht schön, aber darum ging es ja auch nicht. Schnell noch die Schweißpunkte geglättet, alles mit Hammerit überstrichen und ab ins Bett. Inzwischen war es auch schon zwanzig vor drei…

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Nach einer relativ kurzen Nacht lag ich Samstagmorgen wieder unterm Auto. Schnell den Flicken noch mit Unterbodenschutz konserviert, die Koppelstangen an der Vorderachse getauscht, den Motor noch mal vom Öl befreit und einmal grob ausgesaugt.

Jetzt auf zum TÜV und hoffen, dass die restlichen Fehler nicht auffallen.

Vorher habe ich aber noch einmal die gegenüberliegende Seite bezüglich der geschweißten Stelle kontrolliert. Das sah soweit noch ganz okay aus. Zwar war auch hier ein bisschen Rost zu erkennen, aber noch nichts durch. Wo da noch mal so unter dem Auto lag, hab ich noch einmal meinen Blick schweifen lassen. Aber was ist das? Im gerade geschweißten rechten Radkasten ist an einer Stelle der Lack / Unterbodenschutz aufgeplatzt. Ist mir vorher gar nicht aufgefallen. Naja, wird schon nicht so schlimm sein. Einmal kurz gedrückt und… Es knirscht, knackt und dann rieselt es auch schon. Mit meinem kurzen Drücken hatte ich ein schönes Stück Blech oder das was noch davon übrig war herausgedrückt. Durch das nun vorhandene Loch hätte ich locker ne RedBull-Dose stecken können…

Na toll, nun war´s auf jeden Fall essig mit TÜV. Völlig gefrustet, dass der ganze Stress der nächtlichen Aktion umsonst war, wollte ich erst gar nicht mehr hin fahren, meine Frau überredete mich dann doch hin zu fahren und mir wenigstens ne Mängelliste zu holen.

Also stand ich pünktlich um kurz vor neun vor der Werkstatt und harrte der Dinge, die da kommen würden. Allerdings kam da nichts. Gegen neun tauchte dann wenigsten einer der Gesellen auf. Auf meine Frage, ob denn heute TÜV wäre, bekam ich die Antwort: „eigentlich schon, aber der hat heute so viel anders zu tun, dass er erst gegen elf kommt.“ Er könnte also nicht versprechen, ob er es überhaupt schaffen würde, sich mein Auto an zu sehen.

Na großartig! Also doch alles umsonst. Völlig entnervt, führ ich also wieder nach Hause… Bis zum nächsten Termin Anfang Februar hab ich ja nun noch genügend zu tun.

Das Knacken in der Lenkung war durch das Tauschen der Koppelstangen auch noch nicht behoben…

Es wird also nicht langweilig.

 

Diesel Geruch / Einspritzpumpe undicht – Y17DT – Taktventil / Magnetventil DENSO-Einspritzpumpe tauschen #Nebenprojekt 1

Am ersten Januarwochenende ging es dann weiter. Diesmal sollte das besagte Taktventil / Magnetventil des Spritzversteller der DENSO-Einspritzpumpe getauscht werden. Direkt nach der Arbeit ging es also zuhause ins Carport. Zwar waren die Außentemperaturen nicht wirklich einladend, aber nützt ja nichts. Mit drei Hosen, zwei Paar Socken, zwei T-Shirts, nem Pullover und ner Jacke ging es aber.

Bis zum selbst erklärten Feierabend hatte ich zumindest den Sensor so freigelegt, dass ich ihn sehen konnte.

Folgende Teile habe ich dafür demontiert:

  • Schaltumlenkung
  • Anlasser
  • Pumpensteuergerät samt Halter

Zudem habe ich diverse Unterdruckschläuche, den Ölrücklaufschlauch und diverse Kabel gelöst.

Hier ein Bild vom Arbeitsraum, nachdem ich bereits das Pumpensteuergerät demontiert hatte.

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Mit ausgebauten Anlasser hatte ich doch deutlich mehr Platz und letztendlich sind es ja nur zwei Schrauben + die zwei Kabel, die man lösen muss.

Dann kommt man zumindest an die hintere Schraube problemlos an.

Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Ausbau des Übeltäters weiter.

Hier in der Bildmitte zu sehen.

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Die hintere Schraube ließ sich mit einem 5er – Inbusschlüssel und einer ordentlichen Verlängerung problemlos lösen. Ein Vorteil ist es, dass die Schraube eine Rändelung am Kopf hat. So ließe sie sich nach dem ersten Lösen problemlos mit den Fingern herausdrehen.

Die vordere Schraube dagegen hat es in sich. Man hat hier leider nicht wirklich viel Platz, da die Schraube vom Halter der Einspritzpumpe verdeckt wird. Diesen Halter wollte ich lieber nicht lösen, da ich nicht so genau wusste, an wie vielen weiteren Punkten die Pumpe befestigt ist. Nicht, dass sich durch das Lösen des Halters die Pumpe soweit löst, dass die Zahnriemenspannung nach lässt oder sich dieser sogar verdreht. Zudem werden zwei der vier Schrauben des Halters von den Einspritzleitungen verdeckt.

Also musste es auch so gehen. Lösen ließ sie sich einigermaßen. Problematisch ist allerdings, dass man die Schraube nicht sehen kann. Somit muss man bei jedem neuen Ansetzen des Inbusschlüssels im Dunklen stochern, bis man ihn wieder richtig platziert hatte. Es ist hierbei aber etwas Vorsicht geboten. Die Schraube ist sehr weich und ich beim Lösen hatte ich kurzzeitig das Gefühl, ich hätte den Innensechskant der Schraube rund gedreht. Zum Glück griff der Schlüssel noch soweit, dass sie sich doch herausdrehen ließ. Schwieriger war dann allerdings der Einbau. Der Spalt zwischen Ventil und Halter ist so gering, dass man mit den Fingern einfach nicht dazwischen kommt. Die Schraube lässt sich also nur mit Hilfe des Inbusschlüssels vor dem Loch platzieren und dann vorsichtig eindrehen. Da man die Schraube dafür waagerecht über das Ventil führen muss und die Schwerkraft immer wieder dazu führt, dass die Schraube wieder ihren Weg nach unten findet, benötigt dies viel Geduld. Keine Ahnung, wie oft mir Schraube, Schlüssel oder gerne auch beides ins Gesicht gefallen ist… Der Kollege im o.g. Thread hat ja bereits gesagt, dass er ne Stunde für diese fummelige Arbeit gebraucht hat. Das würde ich glatt unterschreiben. Ich hatte etwas Glück, dass die Schraube dann ganz plötzlich doch griff. So habe ich dann nur knapp über ne halbe Stunde gebraucht.

Danach war ich dann aber erst einmal bedient. Zeit zum Frühstück…

Danach nur noch alles wieder zusammenbauen und 1 ½ Dosen Bremsenreiniger versprüht, um den ganzen Diesel zu entfernen und hoffen, dass das gebrauchte Ventil nun auch dicht ist. Ansonsten war die ganze Arbeit umsonst und ein neues Ventil im Wert von 170 € wäre fällig.

Zum Glück ist das gebrauchte Ventil tatsächlich dicht und der Dieselgeruch, sowie die Pfützen unterm Auto erst einmal Geschichte.

Ich habe mich dann noch am Austausch der Glühkerzen, sowie des dazugehörigen Glühzeitsteuergerätes und am Abdichten der Ventildeckeldichtung probiert. Aber dazu mehr beim nächsten Mal…

 

 

 

Hauptuntersuchung Corsa C #Nebenprojekt 1

Wie gesagt, trotz dessen bei Andy gerade Zwangspause ist, wird es mir leider nicht langweilig. Hauptprojekt aktuell: Meinen Alltags-Corsa über die Hauptuntersuchung bringen.

Was eigentlich nach ner relativ einfachen Aufgabe klingt, entwickelt sich zurzeit zu einem Mammutprojekt.

Rückblick. Die Hauptuntersuchung wäre eigentlich schon im November fällig gewesen. Da Anfang Dezember wieder TÜV-Termin in meiner früheren Lehrwerkstatt war, bin ich also Ende November übers Wochenende zu meinen Eltern gefahren, um in der Garage etwas zu basteln. Folgende Mängel wären mir bis dahin bekannt.

  • Die hinteren Radhäuser am Übergang zum Schweller entrosten / konservieren.
  • Undichtigkeit an der Einspritzpumpe beheben
  • Federbeinstützlager ersetzen, um das Knacken beim Lenken abzustellen
  • Handbremsseil gangbar machen

Los ging es dann mit dem Entrosten des rechten hinteren Radhauses.  Nach dem Abschrauben des Radlaufleiste und abkratzen des losen Unterbodenschutzes war das ganze Ausmaß schon deutlicher zu sehen.

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Nachdem dann die Flex dann etwas gekreist hatte, war klar, entrosten und konservieren reicht hier nicht mehr. Das Blech sah nach der Schleifkur aus wie ein Schweizer Käse…

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Tiefschlag Nummer 1.

Okay, nicht verzweifeln und erst einmal gucken, wie es auf der anderen Seite aussieht. Dort war der erste Anblick gar nicht mal so schlimm. Daher entschied ich, hier erst einmal die Finger von zu lassen. Stattdessen fiel mein Blick auf den linken Längsträger….

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Oh mein Gott, der zweite Tiefschlag!

Keine Ahnung, was hier gewütet hatte, vor zwei Jahren war hier jedenfalls noch null Rost gewesen. Also musste auch hier die Flex mit Drahtbürstenaufsatz kreisen. Zum Glück war der Rost nur oberflächlich und es kamen keine neuen Löcher zum Vorschein. Also alles schön mit Hammerit eingepinselt und hoffen, dass das erst einmal reicht. Gibt ja noch etwas mehr zu tun.

Nächster Tagesordnungspunkt:

Federbeinstützlager tauschen. Und zumindest das lief eigentlich ohne Probleme. Die Federbeine ließen sich problemlos ausbauen und auch meine Federspanner, die bis dato noch nie zum Einsatz gekommen waren, funktionierten einwandfrei.

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Hier mal Vergleich zwischen alt und neu (SKF VKDA 35519 T).

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Das Gummi ist im Laufe der Jahre deutlich zusammen gesackt, so dass man das Federbein im montierten Zustand problemlos im Federdom hin und her bewegen konnte. Auch der Einbau verlief problemlos. Lediglich beim Anschrauben der rechten Koppelstange fiel mir auf, dass die Manschette des oberen Gelenks abgerutscht war und so bereits das Fett austrat. So kam also ein weiter Punkt auf die To-Do-Liste.

Nachdem der Corsa dann wieder auf seinen Rädern stand, kam natürlich als erstes der Test, ob die besagten Geräusche beim Lenken nun Geschichte wären.

Da kam dann Tiefschlag Nummer 3!

Die Geräusche waren unverändert vorhanden… Verdammt!

So schon ziemlich frustriert, ging es dann an den nächsten Punkt, das Abdichten der Einspritzpumpe. Bereits seit Wochen verbreitete der Gute einen unangenehmen Dieselgeruch. Zudem waren auch immer wieder kleinere Pfützen unterm Auto zu finden. Um der Ursache für die Inkontinenz auf den Grund zu gehen, hatte ich bereits das Internet gequält und dort den folgenden Thread gefunden: https://www.motor-talk.de/forum/dieselpumpe-denso-astra-1-7dti-undicht-am-stecker-t2389795.html?page=1

Meine Hoffnung war nun, dass dies auch die Ursache für die Undichtigkeit meines Y17DT sei. Anfang 2017 hatte ich für 30 € von nem Arbeitskollegen ne gebrauchte Einspritzpumpe bekommen, die er mal für seinen Corsa besorgt hatte, aber dann doch nicht gebraucht hatte. An der ausgebauten Pumpe ließ sich der besagte Taktventil / Magnetventil Spritzversteller problemlos ausbauen. Dieses ist lediglich mit 2 5er-Inbusschrauben festgeschraubt. Nachdem diese herausgedreht sind, ließ sich das Ventil ganz einfach heraushebeln.

Also voller Tatendrang den Corsa auf die Rampen gefahren und unters Auto gerutscht. Und dann schwand die Motivation auch schon wieder sehr schnell. Zum einen war bereits alles mit Diesel getränkt, zum anderen war das Ventil nicht mal ansatzweise zu sehen. Ich konnte zwar das Kabel verfolgen und so zumindest den Stecker finden, die beiden zu lösenden Schrauben waren aber selbst mit einem Spiegel nur zu erahnen.

Nach gefühlt fünf untätigen Minuten unterm Auto war mein Entschluss gefallen. Hier ist Schluss für heute! Bei meinem Glück würde hier wieder irgendetwas schief laufen und das Auto wäre am Sonntag nicht wieder bereit gewesen, um wieder nach Hause zu kommen.

Also habe ich mein Werkzeug wieder eingepackt, das entrostete Radhaus erst einmal provisorisch konserviert (die Löcher im Blech hatte ich vorher mit Klebeband geschlossen) und mich mit gefrustet mit nem Bier vor die Sportschau gesetzt. Alles weitere müsste dann an einem anderen Tag / Wochenende gerichtet werden. Der TÜV-Termin ne Woche drauf war somit eh nicht mehr zu schaffen. Nächster Versuch wäre dann Anfang Januar (leider ist nur einmal im Monat samstags TÜV)…

Auf dem Weg in den Winterschlaf

Wie versprochen, gibt es heute mal ein paar aktuelle Fotos.

Da das Wetter immer ungemütlicher wird, wurde es nun Zeit mal etwas auf- und um-zuräumen, damit Vatterns Passat auch wieder im Trockenen stehen kann.

Bevor Andy aber seinen neuen Stellplatz beziehen konnte, muss er noch seines wichtigsten Kaufargumentes beraubt werden.

2017.10.21 (9)

Da er sich nun die linke Seite der Garage mit dem alten Corsa meine Schwester teilen soll, die Garage aber nur 8 m plus ein bisschen lang ist, kommt es auf jeden cm an. So hatte ich mir überlegt, schnell mal die Anhängerkupplung abzubauen. Das gute Stück steht ja locker 30 cm hinten über.

Gesagt getan.

Aber so leicht war es dann doch nicht. Zunächst einmal den Stoßfänger demontieren. Tja, und da fing es schon an. Die Schraube, die sich hinter dem linken Rückstrahler verbirgt, ließ sich zwar problemlos drehen, nur leider bewegte sie sich überhaupt nicht heraus. Offenbar ist hier das Gewinde überdreht. Der Versuch, sich von hinten an die Schraube heran zu arbeiten, scheiterte leider auch. Weder von unten, noch vom Kofferraum aus, ist das innere Ende Schraube zu erkennen. Es schein also irgendwo in einem Hohlraum zu liegen… Da ich nicht wirklich viel Zeit hatte und es zudem ziemlich beengt zu ging, hatte ich keine große Lust, die Bohrmaschine aus dem Keller zu holen, um die Schraube auszubohren. Also bog ich vorsichtig die Kunststofflasche des Stoßfängers auf und hebelte sie über den Schraubenkopf. Nicht wirklich professionell, aber zumindest schnell. Und die Lasche ließ sich sogar wieder zu biegen. Da das Ganze dann noch außerhalb des Sichtbereiches liegt, kann ich damit leben. Und die Schraube werde ich dann später mal ausbohren.

Als nächstes also ran an die Befestigungsschrauben der Westfalia-Anhängerkupplung. Die beiden Muttern / Gewinde der rechten Seite sahen noch richtig gut aus. Nach dem Entfernen des Tankfangbandes ließen sie sich auch problemlos lösen. Auf der linken Seite waren Muttern und Gewinde dagegen schon ordentlich knusprig…

Zudem waren die zwei Muttern auch nur zu erahnen, da sie vom Endtopf verdeckt wurden. Also runter damit. Der Endtopf an sich sieht noch ganz gut aus, auch wenn es sich nur um ein Nachbauteil handelt. Da die Rohre der Mitteltöpfe aber ja schon löchrig sind, schnell die Flex aus dem Keller geholt und kurzen Prozess gemacht.

2017.10.21 (13)

Darunter kam dann ein völlig marodes Hitzeschutzblech zum Vorschein. Erstaunlicher-weise ließ sich sogar eine der vier Muttern des Bleches noch problemlos lösen. Die übrigen drei Bolzen rissen aber erwartungsgemäß direkt ab. Egal, darauf kommt es nun auch nicht mehr an.

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Als das Blech bzw. das was noch davon übrig ist, am Boden lag, kamen darunter sogar 4 Muttern der Anhängerkupplung zum Vorschein. Und alle hatten schon ordentlich Rost angesetzt. Also erst einmal kräftig mit Rostlöser eingesprüht und dann ließen sich die Muttern – zwar mit ordentlich Muskelkraft – problemlos lösen. Eine der Schrauben war allerdings ziemlich verbogen. Die Ursache dafür ist so aber nicht ersichtlich.

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Dann lag der gute Agrahacken endlich am Boden und Andy war nun ein ganzes Stück kürzer. Da ich den Kabelsatz noch nicht entfernen wollte – die drei dünnen Schräubchen an der Scheckdose haben auch schon kräftig Rost angesetzt – habe ich nur den Kabelsatz an den Rückleuchten gelöst, so dass ich den Kabelsatz soweit herausziehen konnte, um die Kupplung samt Steckdose in den Kofferraum zu legen.

Danach ging es ans Aufräumen und ans Umparken des Corsa´s. Da dieser bereits vor Jahren seinem Motor, sowie Vorderachse beraubt wurde, war das nicht ganz so einfach. Letzten Endes waren es nur gute 60 cm, die der Corsa sich nach vorne bewegen musste, aber die hatten es in sich. Mit vereinten Kräften und einem Hubwagen, ging es aber cm für cm vorwärts, bis er endlich an der Wand stand. Dann noch schnell auch hier den Heckstoßfänger samt Aufprallblech entfernt und noch mal nachgemessen. Sollte eigentlich passen…

Noch mal die ganze Familie zusammen getrommelt und Andy zurück in die Garage geschoben.

Und tada, es passt nicht…

Es fehlten gute 5 cm. Im Prinzip stand nur der vordere Abschlepphacken über, so dass sich das Tor nicht schließen ließ. Aber so ging es halt nicht. Also kurz überlegt, den Heckdeckel geöffnet und schon passte es. Nun muss er halt mit offener Klappe aus-harren.

Zwar hatte ich gehofft, dass da ein bisschen mehr Platz bleibt, aber im Prinzip ist das wichtigste, dass das Tor nun erst einmal zu geht, ohne weitere einschneidene Maßnahmen vornehmen zu müssen .

Nachdem dann alle Teile wieder verstaut waren, noch schnell ein paar Fotos des IST-Zustandes gemacht.

2017.10.21 (25)2017.10.21 (23)

Weitere Schraubaktionen sind nun ohne große Umräumaktionen allerdings nicht mehr möglich oder ich schraube mit offenem Tor, was bei dem aktuellen Wetter nicht sehr einladend erscheint. Aber egal, das Hauptziel ist erreicht und aufgrund diverser anderer Projekte wird es vermutlich auch so in nächster Zeit nicht langweilig werden. Aber dazu demnächst mehr.